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Die Schenkelhernie ist im Vergleich zu den Leistenhernien selten. Es kommen mehr Schenkelhernien bei Frauen als bei
Männern vor, da der Leistenkanal bei Frauen weniger weit offen ist als bei Männern. Der Schenkelbruch wird in der Relation häufiger zu einem Notfall als ein Leistenbruch. Das liegt daran, dass die
Bruchlücke sehr eng ist und sich durch die unmittelbare Anwesenheit der Muskulatur weiter verengen kann.
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Bei der Schenkelhernie kommt es zum Durchtritt von Anteilen von Bauchorganen durch den Schenkelkanal. Dieser Kanal lässt
die Blutgefässe aus dem Bauchraum in das Bein und ist deshalb nicht komplett verschlossen. Da die Vene ein recht grosses Volumen hat und der Druck darin klein ist, kann sich der Bauchinhalt an der Vene
vorbei durch die Bruchlücke schieben.
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Die Symptome sind Schwellungen oder Schmerzen in der Leiste, wobei sich die Schwellung etwas unterhalb der Leiste
befindet. Durch eine einfache Untersuchung ist jedoch der genaue Unterschied zur Leistenhernie oft nicht festzustellen. Allerdings führen die bildgebenden Untersuchungen, insbesondere die
Ultraschalluntersuchung selten weiter. Auch bei der Schenkelhernie gilt, dass die Schwellung unterhalb der Leiste leicht zurückgehen sollte, wenn man auf dem Rücken liegt und die ”Beule” zurückdrückt.
Gelingt das nicht, kann eine Einklemmung vorliegen, die eine schnelle Behandlung notwendig macht.
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Kurz nachdem die Operation der Leistenhernie Erfolg hatte (um das Jahr 1900), wurden auch Verfahren entwickelt, die die
Schenkelhernie erfolgreich versorgen konnten. Die Verfahren unterscheiden sich im Zugangsort und im Verschlussmechanismus der Bruchlücke.
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Auch die Schenkelhernie kann durch ein Bruchband versorgt werden, allerdings ist die Methode unbequem und verhindert das Herausrutschen des Bruches nicht sicher. Bei der Verwendung eines Bruchbandes wird das Polster tief in der Leiste eingestellt. Leider kann dadurch die das Bein versorgende Vene abgedrückt werden und dadurch kann eine Thrombose entstehen.
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Operationsverfahren
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Konventionelle Versorgung OHNE Netz
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Bei den konventionellen Verfahren gibt es mehrere Möglichkeiten die Lücke zu verschliessen.. Die einfachste Möglichkeit
ist die Naht des Leistenbandes an die unter der Leiste liegende Muskulatur. Unter Umständen müssen jedoch die Strukturen der Bauchwand (Muskel und Faszie) unterhalb des Leistenbandes angenäht werden, um
die Bruchlücke zum Schenkel zu verschliessen. Bei der Operation wird Nahtmaterial verwendet, welches sich nicht auflöst. Die Naht erfolgt in einigen Fällen in mehreren Reihen.
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Konventionelle Versorgung MIT Netz
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Bei der Versorgung mit Netz sind die Verfahren, die das Netz zwischen Bauchwand und Bauchfell einlegen durchführbar.
Prinzipiell können alle Verfahren der Leistenhernienversorgung ausser der speziellen Plugs und des Verfahrens nach Lichtenstein durchgeführt werden. Das Netz liegt vor den Bruchlücken der Schenkel- und der Leistenhernie, so dass beide Probleme mit diesen Methoden angehbar sind.
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Endokopische Versorgung MIT Netz
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Auch bei der endoskopischen Versorgung sind beide Verfahen wie bei der Leistenhernie möglich, um die Bruchpforte abzudecken und damit das weitere Heraustreten zu verhindern. Auch hier gilt das bei der konventionellen
Versorgung Geschriebene.
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