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Grundlagen

Ohne die Grundlagen zu kennen, also die wichtigsten anatomischen Gegebenheiten und die Funktion der interessierenden Körperteile zu kennen, kann man eine Erkrankung oder die Behandlung einer Krankheit nicht verstehen. Deshalb sind hier die wichtigsten Informationen über den Aufbau und die Funktion der verschiedenen Anteile der Bauchwand zusammengefasst.

 

 

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Anatomie

 

Funktion

 

Anatomie

Die Bauchwand besteht vor allem aus Muskulatur, aber im oberen Anteil sind auch die Rippen an der Formung der Wand beteiligt und im unteren Bereich wird die Bauchwand vom Becken gebildet, welches schaufelförmig geformt ist, um die Eingeweide zu tragen. Der hintere Anteil der Bauchwand wird von der Wirbelsäule geformt. Je nach der Bewegungsfreudigkeit des Einzelnen und der Menge der Nahrungsaufnahme sieht die Bauchwand sehr sehr unterschiedlich aus und ist in ihren Anteilen (Muskulatur, Knochen, Faszie, Fett) sehr unterschiedlich zusammengesetzt.

Der Bauch wird oben vom Zwerchfell (dem Atemmuskel) begrenzt. Nach vorn und nach den Seiten besteht die Begrenzung der Bauchhöhle aus wenigen Knochen (oben) und aus mehreren, versetzt verlaufenden Muskelschichten, die von Faszie (festes Hüllgewebe der Muskulatur und Kraftüberträger) umgeben sind.

 

 

 

Die Muskulatur enthält mehrere Lücken, die schon angelegt sind, um verschiedene Gefäße und andere “Versorgungsleitungen” in und aus dem Bauch zu lassen.

In den Leisten treten die Gefäße für die Hoden nach aussen und die Samenleiter nach innen durch die Bauchwand. Die angelegte schwache Stelle wird später zu der häufigsten Hernie beim Menschen. Es gibt dort angeborene Hernien und Hernien, die sich später im Leben entwickeln. Angeborene Hernien entstehen, wenn die Kanäle, durch die die Hoden in den ersten Lebensjahren aus dem Bauch in den Hodensack ziehen, sich nach dem Durchtritt nicht verschließen. Warum sich später Leistenhernien bilden, die sich nach dem Verschluss der Kanäle ausbilden, ist nicht restlos geklärt. Unter Umständen kann schwere körperliche Tätigkeit (insbesondere Hebearbeit) die Ausbildung einer Hernie begünstigen, sie ist allerdings nicht alleinig auslösend, denn dann müssten alle Metzger und alle Bauarbeiter eine Leistenhernie haben.

 

Der Nabel ist die Stelle, an der die Gefäße zur Versorgung des Embryos und Fötus aus dem Bauch zur Plazenta (Mutterkuchen) ziehen. Die Gefäße aus dem Nabel ergeben dann die Nabelschnur. Diese Nabelschnur stirbt nach der Durchtrennung ab und die Narbe der Schnur blebt als Nabel zurück. Auch dort ist die Bauchdecke nicht so strukturiert wie direkt daneben.

 

Nach Operationen kann es dazu kommen, dass das feste Gewebe der Bauchdecke im Bereich des Op-Schnittes nicht mehr vollständig zusammenheilt und eben nicht wieder eine intakte feste Schicht der Bauchdecke bildet. Warum es manchmal zu solchen Problemen kommt und warum in den meisten Fällen eben keine Hernien auftreten, ist nicht genau bekannt.

 

Ursachen

Für Bauchwandbrüche sind keine eindeutigen Ursachen bekannt. Offenbar gibt es jedoch eine genetische Anlage. Schwere körperliche Arbeit kann die Entstehung einer Hernie jedoch begünstigen.